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Soziale Arbeit BB


    Fernlehre 10

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    Barbara

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    Fernlehre 10

    Beitrag von Barbara am Mo Jun 06, 2016 10:26 am

    Hallo, hier meine Beantwortung der Rechtsfragen, ist sehr minimalistisch ausgefallen, hilft aber vl trotzdem jemanden

    Von welchen Gesichtspunkten hängt die Höhe der Strafe im Suchtmittelgesetz insbesondere ab?
    Gab es hier Änderungen 2016?
    Seit 1. Juni 2016 gibt es drei Voraussetzungen unter denen Tatbestände laut SMG härter bestraft werden sollen:
    1. Das Anbieten, Überlassen und Verschaffen von Suchtmitteln erfolgt gegen Entgelt
    2. Dies erfolgt an einem allgemein zugänglichen (öffentlichen) Ort
    3. Die Handlung wird unmittelbar von einem größeren Personenkreis wahrgenommen und erregt Ärgernis, beinhaltet somit einen sozialen Störwert
    Höhe der Strafe ist allgemein abhängig von: Menge, vom Alter des „Vertragspartners“, von der eigenen Gewöhnung, der Gewerbsmäßigkeit der Tatbegehung, der Organisationsform und der Stellung in der Organisation.
    Weiters zu berücksichtigen ist der Ansatz: Therapie statt Strafe, dies bedeutet, dass bei suchtkranke bzw. drogenabhängige TäterInnen die Therapie und nicht die Strafe im Vordergrund steht.

    3. Was bedeutet Therapie statt Strafe?
    Hierbei geht es darum, dass es für suchtkranke bzw. drogenabhängige TäterInnen besondere Bestimmungen gibt: ihre Behandlung steht im Vordergrund nicht die Bestrafung.

    4. „Schuldspruch ohne Strafe“ „Schuldspruch unter Vorbehalt der Strafe“ – Unterschiede?
    - Schuldspruch ohne Strafe: der Schuldgehalt einer Jugendstraftat ist zu schwer um von einer Strafverfolgung abzusehen. Es wäre nur eine geringe Strafe zu verhängen, es besteht eine gute spezialpräventive Prognose
     das Gericht hat von einem Strafausspruch abzusehen, es wird jedoch ein Schuldspruch gefällt (Tilgung 3 Jahre)
    - Schuldspruch unter Vorbehalt der Strafe: auch in anderen Fällen kann sich das Gericht, wenn die spezialpräventive Prognose gut ausfällt, vorbehalten die Strafe auszusprechen und die Verhängung einer Strafe für eine Probezeit auszusetzen. Dies geschieht in Verbindung mit andere Maßnahmen (z.B. Bewährungshilfe)  die Strafe kann nachträglich ausgesprochen werden, wenn sich der/die Verurteilte den Maßnahmen entzieht bzw. in der Probezeit neuerlich wegen der verurteilten Strafe verurteilt wird.

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do Dez 14, 2017 3:22 am