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Soziale Arbeit BB


    3. Fernlehre

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    j.d.

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    3. Fernlehre

    Beitrag von j.d. am Mo Sep 26, 2016 2:32 pm

    Hey! Hier wieder mein Versuch Smile

    1.

    Frau B hat natürlich Anspruch sowohl auf Sachleistungen als auch auf Geldleistungen.

    Sachleistungen:
    Somit steht Frau B. natürlich eine Unfallheilbehandlung zu (ärztliche Hilfe, Heilmittel, Heilbehelfe – Rollstuhl - sowie anfallende Pflege in etwaigen Anstalten). Über dies hinaus steht Frau B berufliche Rehabilitation zu (der DG muss Hilfestellung bieten, damit Frau B. ihren Beruf behalten kann – bzw. eine Umschulung ermöglichen). Zudem könnte der UVTr. Frau B. für die Übergangszeit einen Zuschuss (Übergangsgeld) gewähren, wenn diese Zeit notwendig für das Erlernen neuer Fertigkeiten ist.

    Aufgrund der Beeinträchtigung von Frau B.,  welche die Folge eines Arbeitsunfalls sind, muss sowohl ihre Wohnung, als auch das Stiegenhaus adaptiert werden. Hiefür sind Zuschüsse möglich.

    Geldleistungen:
    Da zu diesem Zeitpunkt keine Auskunft über den gesundheitlichen Zustand von Frau B. vorliegt, ist mir nicht möglich zu entscheiden, ob Anstaltspflege notwendig ist. Falls ja, würde Frau B. Taggeld zustehen (für die in Anstalt verbrachte Zeit).

    Da wir ebenfalls in diesem Moment nicht wissen, welchen Beruf Frau B. zuvor ausgeübt hat, ist mir nicht möglich zu bestimmen, ob bei ihr MdE vorliegt. Liegt diese vor, steht Frau B. Versehrtenrente zu.

    2.

    M steht natürlich die Unfallheilbehandlung zu. Darüber hinaus steht ihr, aufgrund der MdE von 30%, Versehrtengeld in Form einmaliger Leistung zu, wenn die MdE über 3 Monate andauert. Auf Versehrtenrente hat M keinen Anspruch – hierfür müsste ihre MdE von 50% sein.

    3.

    a) Was kann Frau A gegen den Bescheid der PVA unternehmen, wie hat ihr „Begehren“ zu lauten? (1)

    Frau A. kann eine Beschwerde gegen den Bescheid der PVA einbringen.

    Korrektur:
    Frau As Ansuchen (auf eine Leistung) wurde mittels eines Bescheids abgelehnt. Da es sich hier um eine Leistung aus der PV handelt, hat Frau A. die Möglichkeit innerhalb von 3 Monaten eine Klage beim ASG zu einzureichen.

    b) Welche Leistung erhält sie, wenn medizinische Reha möglich ist? (2)

    Bei einer medizinischen Rehabilitation erhält Frau A Rehabilitationsgeld aus der KV.

    c) Hat Frau A Anspruch auf berufliche Reha, insbes. durch Fortsetzung des bisherigen Arbeitstrainings und der Beschäftigungstherapie? (2)

    Bei einer beruflichen Rehabilitation erhält Frau A. Umschulungsgeld. Die Frage, welche sich hier im Bezug auf Zweckmäßigkeit einer beruflicher Rehabilitation stellt, ist die Zumutbarkeit einer Tätigkeit. Da Frau A. früher eine Tätigkeit ausübte (Küchengehilfin), sich zurzeit in einem Arbeitstraining und einer Beschäftigungstherapie befindet und eine Verbesserung zu erwarten ist, ist – meiner Meinung nach – die Ausübung einer Tätigkeit zumutbar. Aus diesem Grund hätte Frau A. Anspruch auf berufliche Rehabilitation.

    Bei dauerhafter Invalidität oder wenn die berufliche Umschulung nicht zweckmäßig oder zumutbar wäre (wie am Ende des Aufgabentextes an sich angegeben), sollte Frau A. eine Pension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit gewährt werden.


    Zuletzt von j.d. am Mi Sep 28, 2016 12:34 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

    Holnthoner

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    Re: 3. Fernlehre

    Beitrag von Holnthoner am Di Sep 27, 2016 10:58 am

    Hier mal mein Versuch:

    Unfallversicherung + Pension wegen geminderter Arbeitsfähigkeit
    1. Frau B, 45 Jahre, geschieden, hatte einen Arbeitsunfall und sitzt nunmehr im Rollstuhl. Sie bewohnt eine Wohnung im 2. Stock, ein Lift ist nicht vorhanden. Mit ihrem Rollstuhl kann sie nicht durch die engen Türen der Wohnung fahren. Frau A möchte auch weiterhin einen Beruf ausüben und nicht zu Hause bleiben. Welche Leistungen wird sie aus der Unfallversicherung erhalten? (2) Da es ein Arbeitsunfall war, erhält sie folgenden Leistungen:
    - Unfallheilbehandlungen (d.h. ärztliche Hilfe, Heilmittel + Heilbehelfe und die Pflege in Kranken-, Kur und sonstige Anstalten – somit Bezahlung des Rollstuhles etc…;
    - berufliche und soziale Maßnahmen der Rehabilitation (mit Zustimmung von Frau B.). Soziale Maßnahmen: Zuschuss bzw. Darlehen um die Wohnung zu adaptieren, ebenso Zuschuss zu Kosten um die Lenkerberechtigung zu erlangen und Zuschuss bzw. Darlehen zum Ankauf bzw. Adaptierung eines PKW´s. Die beruflichen Maßnahmen umfassen Hilfestellungen, damit sie weiterhin ihren Beruf ausüben kann bzw. Umschulung zu einen anderen Beruf. (Zuschüsse, Darlehen, Hilfsmaßnahmen). Dies kann dem AMS übertragen werden.
    -kurzfristige Geldleistungen: sie erhält Taggeld für Krankenhaus/Kuraufenthalt oder Reha (es sei denn, sie erhält weiterhin Entgeltfortzahlungen durch den DG und zwar mehr als 50% der Geld- und Sachbezüge, wenn sie weniger als 50% Entgeltfortzahlungen erhält, vermindert sich das Taggeld auf die Hälfte)
    - Versehrtenrente: Anspruch, wenn trotz Unfallheilbehandlung bzw. Krankenbehandlung und Rehabilitation eine MdE von mind. 20% eingetreten ist, welche über 3 Monate dauert (da Frau B. im Rollstuhl sitzt, gehe ich davon aus, dass sie die Versehrtenrente erhält!). Diese gebührt ab dem Eintreten des Versicherungsfalles! Die Versehrtenrente besteht bis zum Lebensende und die Auszahlung erfolgt 14x jährlich.
    - Integritätsabgeltung: Wenn der Arbeitsunfall bei Frau B. durch grob fahrlässige Verletzung von Arbeitnehmerschutzvorschriften verursacht worden ist, kann sie diese einmalige Leistung erhalten (da sie dauerhaft beeinträchtigt sein wird und im Rollstuhl sitzen wird).

    2. M ist Schülerin. Sie nimmt an einem Schulschikurs teil und hat einen schweren Unfall mit einer MdE von 30%. Welche Leistungen erhält sie aus der Unfallversicherung? (1)
    -Unfallheilbehandlung (ärztliche Hilfe, Pflege, Heilmittel- bzw. Heilbehelfe)
    -Körperersatzteile, orthopädische Behelfe und andere Hilfsmittel
    -Berufliche und soziale Maßnahmen der Rehabilitation: Berufliche: Zuschüsse/Darlehen zur Hilfe um eine Arbeitsstelle zur erlangen.  
    - Da sie Schülerin ist, erhält M weder Taggeld noch Familiengeld,
    - Sie erhält als einmalige Leistung Versehrtengeld, da sie eine MdE von 30% hat.
    - Sie hat keinen Anspruch auf Versehrtenrente, da sie nur eine MdE von 30% hat.

    3. Frau A ist 1980 geboren. Sie hat in unregelmäßigen Abständen immer wieder als Küchengehilfin gearbeitet. Seit acht Jahren ist sie in einer geschützten Einrichtung von "p*" tätig. Dabei handelt es sich um eine Filzwerkstatt im Rahmen einer Tagesstruktur, wo sie verschiedene Produkte aus Schafwolle herstellt. Frau A leidet schon seit vielen Jahren an psychischen Problemen, die in der Vergangenheit bereits zu mehreren Aufenthalten in einer psychiatrischen Klinik geführt haben. Bei ihr besteht eine bipolare Störung in Teilremission und eine posttraumatische Belastungsstörung. Sie ist nicht in der Lage, die am ersten Arbeitsmarkt gestellten Anforderungen zu bewältigen. Eine Verbesserung des Leistungskalküls bzw die Möglichkeit einer Tätigkeit am ersten Arbeitsmarkt ist aber insb dann, wenn sich die Rahmenbedingungen entsprechend ändern, zukünftig nicht auszuschließen. Durch Fortsetzung des bisherigen Arbeitstrainings und der Beschäftigungstherapie bei "p*" kann sich der psychische Zustand von Frau A verbessern. Frau A erhielt bis 31.3.2014 eine befristete IP. Mit Bescheid vom 20.2.2014 wurde der Antrag auf Weitergewährung abgelehnt, da keine dauerhafte Invalidität vorliege. Ab 1.4.2014 sei weiterhin vorübergehende Invalidität gegeben, weshalb als Maßnahme der medizinischen Rehabilitation zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit der Verlauf weiterer Therapien abzuwarten sei. Maßnahmen der beruflichen Rehabilitation seien nicht zweckmäßig.
    a) Was kann Frau A gegen den Bescheid der PVA unternehmen, wie hat ihr „Begehren“ zu lauten? (1) Sie kann Klage gegen die PVA beim ASG einreichen innerhalb von 3 Monaten (da es um Leistungen aus der PV geht). Da ab dem 1.4.2014 weiterhin eine vorübergehende Invalidität gegeben ist (Grund ihrer weiterhin andauernden Erkrankung, trotz leichter Besserung) und da berufliche Rehabilitation nicht zweckmäßig ist. (die medizinische Reha ist von Nöten, da sie zur Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit (vielleicht auch am 1. Arbeitsmarkt einmal möglich) notwendig ist und auf Grund ihres Gesundheitszustandes auch zweckmäßig.
    b) Welche Leistung erhält sie, wenn medizinische Reha möglich ist? (2)
    Die Leistung ist das Rehab-Geld vom KVtr.
    c) Hat Frau A Anspruch auf berufliche Reha, insbes. durch Fortsetzung des bisherigen Arbeitstrainings und der Beschäftigungstherapie? (2) Dadurch, dass sie derzeit in Einrichtung p ist, wird ihr dies vermutlich nicht gewährt werden. Da ja eine berufliche Reha auch eine Umschulung beinhaltet um in den Arbeitsmarkt wieder reintegriert zu werden.
    Inhalt und Literatur aus: Vana-Kozwarik Gabriele (2016) Sozialrecht. Sozialversicherungsrecht und Pflegegeld, rechtliche Aspekte der sozialen Sicherung

      Aktuelles Datum und Uhrzeit: Do Dez 14, 2017 3:24 am