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    Arbeitgeber*innen-Pflichten

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    Nesho
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    Arbeitgeber*innen-Pflichten

    Beitrag von Nesho am Fr März 09, 2018 7:01 pm


    1. Für den/die Arbeitgeber*in besteht Entgeltzahlungspflicht, Entgeltfortzahlungspflicht und Fürsorgepflicht gegenüber dem/der Arbeitnehmer*in.
    2. Das Entgelt wird grundsätzlich erst nach erbrachter Arbeitsleistung fällig. Angestellte erhalten ihr Entgelt am Monatsletzten, während bei Arbeiter*innen eine Auszahlung wöchentlich oder monatlich erfolgen kann. Unter Entgelt ist ein Geld- und/oder Sachbezug für eine erbrachte Arbeitsleistung zu verstehen.
    3. Mobbing ist in Österreich nicht gesetzliche definiert. Üblicherweise versteht man unter Mobbing systematische Handlungen die sich über einen längeren Zeitraum erstrecken und den Ausschluss der „gemobbten" Person zum Ziel haben. Besonders wichtig ist das subjektive Empfinden der „gemobbten“ Person. Die Kolleg*innen gehen Frau A aus dem Weg und dies kann muss aber nicht als Mobbing aufgefasst werden. Da der Arbeitgeber oder die Arbeitgeberin fürsorgepflichtig gegenüber Arbeitnehmer*innen ist, muss er oder sie bei Mobbing-Vorwürfenaktiv werden und wirksame Abhilfe schaffen.


    Zur dritten Frage habe ich nur einen Satz im Skriptum und ein bissi was in den Handouts gefunden. Den Rest habe ich mir aus Internetquellen (wko.at) zusammengereimt.
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    Nesho
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    Re: Arbeitgeber*innen-Pflichten

    Beitrag von Nesho am Mo März 12, 2018 9:39 pm

    Hab 2 Punkte für die Antworten bekommen.

    Vanas Feedback im Wortlaut: Wie muss AG bei Mobbing aktiv werden. Was alles umfasst die Fürsorgepflicht noch - siehe auch Folien

    j.d.

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    Re: Arbeitgeber*innen-Pflichten

    Beitrag von j.d. am Fr März 16, 2018 12:43 pm

    1) Welche Pflichten hat der/die ArbeitgeberIn gegenüber der ArbeitnehmerIn? (0,5)
    Die/der AG hat ihren/seinen AN*innen gegenüber eine (1) Entgeltzahlungsplicht: Lohn für geleistete Arbeit (Zeitlohn oder Akkordlohn) auch im Falle von gesetzlichem Urlaub, Krankenstand, während einer Pflegefreistellung oder einer Freistellung aus wichtigen Gründen zu leisten UND eine (2) Fürsorgepflicht: der AG hat für die Sicherheit des Lebens und der Gesundheit der AN*innen aufzukommen (bsplw.: Meldung zur SV, Aushändigung eines Dienstzettels und eines Dienstzeugnisses, Gleichbehandlung).

    2) Wann muss der Arbeitgeber/die Arbeitgeberin das Entgelt für geleistete Arbeit bezahlen und was verstehen Sie unter Entgelt? (0,5)
    Als Entgelt wird der Lohn für geleistete Arbeit verstanden. Dieser kann in Geldlohn, Naturallohn oder in einer Kombination ausbezahlt werden. Ebenso unterschieden wird zwischen Zeitlohn (Stundenlohn) und Akkordlohn (in Höhe erbrachter Leistung).
    Der AG ist in den, bereits in Aufgabe 1, erwähnten Punkten zur Fortzahlung verpflichtet:
    a. Urlaub: je nach Dienstlaufzeit hat ein/eine ANin einen jährlichen Urlaubsanspruch von 30 Werktagen (25 Arbeitstagen) – also 5 Wochen. Bei einer Dienstlaufzeit über 25 Jahre gebührt ein Urlaub in Höhe von 6 Wochen. Die Errechnung kann im Kalenderjahr oder Dienstjahr (nach Diensteintrittsdatum) erfolgen.
    Freie Dienstnehmer*innen haben keinen Anspruch auf Urlaubsgeld.
    b. Krankheit/Unfall: Ebenso errechnet sich die Dauer der Fortzahlungsplicht des/der AGin nach der Dienstlaufzeit. Vereinfacht ausgedrückt ist der/die AGin 6 Wochen lang im Jahr, im Falle einer Krankheit oder eines Unfalls des/der ANin, zur Entgeltfortzahlung verpflichtet. Wurden diese 6 Wochen bereits vom/von der ANin konsumiert – ist der/die AGin weitere 4 Wochen verpflichtet, das halbe Entgelt zu zahlen.
    c. Pflegefreistellung: Die gebührt, wenn ein/e nahe/r im gemeinsamen Haushalt lebende/r AngehörigeR schwer erkrankt und eine Pflege durch den/die ANin notwendig ist. Diese Freistellung bei laufender Fortzahlung gebührt für eine Woche – bei Kindern unter 12 Jahren für 2 Wochen.
    Meiner Erfahrung nach werden sowohl diese als auch die Freistellung aus wichtigen Gründen im KV festgelegt.
    d. Freistellung wegen anderer wichtiger Gründe: diese können sein: eigene Heirat, Umzug, Tod eines nahen Angehörigen, Arztbesuch oder eine behördliche Vorladung. Auch diese Dauer wurde in meinem früheren Vertrag (nach KV) festgelegt.

    3) Frau A arbeitet in einem Pflegeheim als Pflegehelferin. Sie ist eine engagierte Mitarbeiterin, jedoch belehrt sie die KollegInnen und wirft diesen immer wieder vor Fehler zu machen. Schließlich meiden diese den Kontakt mit Frau A. Frau A beschwert sich bei der Vorgesetzten über das Verhalten der KollegInnen. Liegt hier Mobbing vor? Welche Verpflichtungen hätte die Vorgesetzte im Fall, dass hier Mobbing vorliegt? (1)
    Der/die AGin hat die Fürsorgepflicht. Im Rahmen dieser hat er dafür zu sorgen, dass das Leben und die Gesundheit der ANinnen am Arbeitsplatz geschützt ist. Hierbei hat der/die AGin auch dafür Sorge zu tragen, dass sämtliche Tätigkeiten im Einklang mit dem Gleichbehandlungsgesetz ausgeübt werden – hierunter verstehe ich, dass die AN*innen nicht unterschiedlich behandelt werden dürfen – auch untereinander nicht. Meiner Ansicht nach, hat somit der/die AGin dafür zu sorgen, dass Mobbing und Bossing nicht vorkommen.
    Aus Erfahrung weiß ich, dass größere Organisationen, welche über einen Betriebsrat verfügen, eine/n Mobbingbeauftrage/n haben. Diese/r wäre dann zu kontaktieren, wenn ein/e ANin ihrer Empfindung nach, von Mobbing betroffen wäre.
    Die Arbeiterkammer Wien definiert Mobbing als: Mobbing ist gekennzeichnet durch (1) konfliktbelastete bzw. feindliche Kommunikation am Arbeitsplatz (Worte, Gesten, Gesprächsverweigerung), (2) regelmäßige Angriffe auf eine Person über längere Zeit, (3) dauernde deutliche Unterlegenheit der betroffenen Person.
    Vgl. https://wien.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/arbeitsklima/Mobbing.html (16.3.2018)

    Jedoch bin ich der Meinung, dass Mobbing sehr persönlich und subjektiv empfunden und eingeschätzt wird. Der Beschreibung nach finde ich nicht, dass es sich in diesem Fall um einen Mobbing-Fall handelt – lediglich um einen kalten, verborgenen Konflikt, der durch Supervision oder ein offenes Gespräch geklärt werden könnte. Empfindet jedoch Frau A. diesen Fall als Mobbing, würde ich – als Sozialarbeiterin – dies auch anerkennen und demnach sie bei der Lösung unterstützen.

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    Re: Arbeitgeber*innen-Pflichten

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